Entwicklung verstehen, unterstützen und vertrauen
Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Entwicklung verläuft nicht linear, sondern in Wellen, mit Phasen des Fortschritts und Zeiten des Innehaltens. Manchmal tauchen Fragen, Unsicherheiten oder Sorgen auf – und manchmal wünschen sich Eltern einfach eine achtsame Begleitung, um ihr Kind bestmöglich zu unterstützen.
In der Entwicklungsbegleitung geht es darum, Kinder in ihrer individuellen Entwicklung wahrzunehmen, zu stärken und ihnen einen sicheren Rahmen zu bieten, in dem sie wachsen dürfen.
Was bedeutet Entwicklungsbegleitung?
Entwicklungsbegleitung ist keine Förderung nach festen Programmen und kein „Training“.
Sie orientiert sich am Kind, an seinen Fähigkeiten, Bedürfnissen und seinem Entwicklungstempo.
Im Mittelpunkt stehen:
- die natürliche Entwicklung des Kindes
- seine körperlichen, emotionalen und sozialen Bedürfnisse
- die Beziehung zwischen Kind und Eltern
- das Verständnis für Entwicklungsprozesse
Ziel ist es, Entwicklung zu ermöglichen – nicht zu beschleunigen.
Wann kann Entwicklungsbegleitung sinnvoll sein?
Entwicklungsbegleitung kann unterstützen bei:
- Entwicklungsunsicherheiten oder -verzögerungen
- Auffälligkeiten in Motorik, Wahrnehmung oder Regulation
- Schlaf-, Ess- oder Anpassungsschwierigkeiten
- nach belastenden Schwangerschafts- oder Geburtserfahrungen
- nach Frühgeburt, Krankheit oder Klinikaufenthalten
- Übergängen (z. B. Krippe, Tagespflege, neue Familiensituationen)
Auch ohne konkrete Auffälligkeiten kann Entwicklungsbegleitung wertvoll sein, um Entwicklung bewusst, präventiv und stärkend zu begleiten.
Wie erfolgt die Entwicklungsbegleitung?
Die Begleitung ist:
- bindungs- und beziehungsorientiert
- körper- und wahrnehmungsbasiert
- ressourcenstärkend
- feinfühlig und achtsam
Durch Beobachtung, spielerische Impulse, Berührung, Bewegung und Co-Regulation werden Entwicklungsschritte unterstützt und nachgereift. Eltern sind aktiv eingebunden und erhalten Orientierung für den Alltag.